Erster Aufruf für EU-WLAN-Förderung in Kürze - Güntzler: Lediglich eine Kommune aus Landkreis Göttingen bislang registriert

07.05.2018

In wenigen Tagen erfolgt der erste Förderaufruf für das neue EU-WLAN-Programm. Dies teilte der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) mit. Die Ausschreibung startet am 15. Mai 2018 um Punkt 13 Uhr. Interessierte Kommunen können sich jetzt schon auf dem EU-Portal registrieren, indem sie zunächst ein einfaches Formular ausfüllen. Die eigentliche Antragstellung erfolgt dann ab dem genannten Zeitpunkt. Entscheidend: Dabei werden die Bewerbungen in Reihenfolge des Eingangs bewilligt. Pro Land sollen mindestens 15 Anträge genehmigt werden. Weitere Bewerbungsaufrufe im Rahmen des 120-Millionen-Euro-Programms sollen in 2018 und 2019 folgen.

„Bislang hat sich aus dem Landkreis Göttingen lediglich die Gemeinde Friedland registriert“, so Güntzler. „Ich rufe alle weiteren Städte und Gemeinden im südlichen Niedersachsen dazu auf, sich baldmöglichst auf der Plattform anzumelden und die Chance auf finanzielle Förde-rung eines öffentlichen Hotspots zu nutzen.“ Europaweit ist das neue Programm auf großes Interesse gestoßen: In den vergangenen Wochen haben sich über 15.800 Kommunen ange-meldet, darunter über 2.200 aus Deutschland und über 290 aus Niedersachsen.
„Der erste Förderaufruf richtet sich ausschließlich an Gemeinden oder Gemeindeverbände“, betont der Abgeordnete. Dabei werden Gutscheine in Höhe von je 15.000 Euro für die Geräte- und Installationskosten eines WLAN-Hotspots vergeben. Die Kommunen müssen im Gegen-zug drei Jahre lang die Kosten für Wartung und Betrieb sowie eine Internetverbindung über-nehmen. „Weitere Ausschreibungsrunden sollen auch öffentlichen Stellen wie Bibliotheken oder Gesundheitszentren offen stehen“, so Güntzler weiter. „Ziel ist es, europaweit schnelles Internet für jedermann kostenfrei zur Verfügung zu stellen.“ Mehr zum Programm findet man auf www.wifi4eu.eu/#/home.
Güntzler ergänzt aktuell in diesem Zusammenhang: „Um den flächendeckenden Breitband-ausbau voranzutreiben, hat das Bundeskabinett in dieser Woche zusätzliche Verpflichtungs-ermächtigungen in Höhe von 1,15 Milliarden Euro im Bundeshaushalt 2018 eingeplant. Vorgesehen ist ein neuer Digitalfonds.“