Max-Planck-Gymnasium im Förderprogramm für besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler

01.02.2018

Das Max-Planck-Gymnasium Göttingen wird Teil eines Förderprogramms für besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt für das Programm bundesweit jährlich 12,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel des Programms „Leistung macht Schule“ ist es, kluge Köpfe schneller zu entdecken und gezielt zu fördern. Das teilt der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) mit.

„In unseren Klassenzimmern bleiben heute leider noch zu viele junge Talente unerkannt“, so der CDU-Politiker. Internationale Bildungsvergleichsstudien wie PISA, TIMSS und IGLU würden dies regelmäßig zeigen. „Daher ist es eine entscheidende Investition in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes, auch die besonders klugen Köpfe von morgen zu erkennen und richtig zu fördern“, so Güntzler. Die neue Initiative „Leistung macht Schule“ nimmt gezielt die schulischen Entwicklungsmöglichkeiten von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern in den Blick – unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder sozialem Status. Natürlich werden auch weiterhin leistungsschwache Kinder und Jugendliche besonders unterstützt, denn die optimale Förderung leistungsstarker wie leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler sind zwei Seiten einer Medaille, so Güntzler.

In der ersten Phase nehmen bundesweit 300 Schulen aus dem Primar- und Sekundarbereich aller Schulformen an der Initiative teil. Es ist Aufgabe der Länder, die Schulen zu betreuen und unter anderem für die Lehrerinnen und Lehrer entsprechende Fortbildungen anzubieten. Das BMBF wird die Initiative praxisnah mit Forschung begleiten und sie evaluieren. So wird ein interdisziplinärer Forschungsverbund, bestehend aus 15 Universitäten, die Schulen bei ihrer Schul- und Unterrichtsentwicklung wissenschaftlich begleiten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen im Zuge eines breit angelegten Schulentwicklungsprozesses gemeinsam mit den teilnehmenden Schulen eine leistungsfördernde Schulkultur entwickeln. Sie soll sich positiv auf die Unterrichtsqualität, die Motivation der Lehrkräfte und der Schülerinnen und Schüler auswirken. Zudem werden sie eine kooperative Netzwerkstruktur aufbauen und didaktische Konzepte entwickeln. In der zweiten Phase sollen die von Schulen und Forschungsverbund gemeinsam entwickelten Konzepte, Maßnahmen und Materialien hinsichtlich ihrer Wirksamkeit evaluiert und weiteren Schulen bundesweit zur Verfügung gestellt werden.