Nachteile im Nahverkehr durch Fahrplanwechsel? Güntzler schreibt an Deutsche Bahn

14.12.2017

Die Deutsche Bahn wechselte am Sonntag, 10. Dezember deutschland- und europaweit ihre Fahrpläne. Der ICE-Stundentakt für Göttingen bleibt dabei erhalten. Weil sich die Fahrzeiten des ICE um ein paar Minuten verändern, fürchtet der Fahrgastverband Pro Bahn Südniedersachsen allerdings Nachteile im  Nahverkehr. Wichtige Anschlüsse würden künftig verpasst, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes. Der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) hat sich daher an die Deutsche Bahn gewandt: „Wenn es stimmt, dass durch den Fahrplanwechsel mehr als 20 Anschlüsse, zum Beispiel mit dem Metronom verloren gehen, müssen wir mit der Bahn darüber reden“, so der CDU-Politiker.

Auch die Kritik des Fahrgastverbandes an der vermeintlichen Vernachlässigung der Nachverkehrsverbindungen im Altkreis Osterode will Güntzler bei Bedarf mit der Bahn besprechen. „Pro Bahn fürchtet, dass der Südharz abgehängt wird. Dem Vorwurf will ich nachgehen und deshalb werde ich mich mit der Bahn in Verbindung setzen“, kündigt Güntzler an. Der CDU-Politiker, selbst Mitglied des Kreistages, verweist in diesem Zusammenhang auf die zusätzlichen Regionalisierungsmittel, die das Land Niedersachsen dem Landkreis Göttingen im kommenden Jahr für den ÖPNV zur Verfügung stellt. „Wir bekommen fast eine Million Euro für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Die CDU-Kreistagsfraktion hat den Vorschlag der Verwaltung unterstützt, einen Großteil davon im Altkreis Osterode einzusetzen. Wir stärken zum Beispiel die Anbindung von Bad Lauterberg, Bad Sachsa und Herzberg an den alten Landkreis Göttingen mit Verbindungen nach Duderstadt und Gieboldehausen“, so Güntzler.