Fritz im Dialog: Medien-4. Gewalt im Staat oder Motor zur Meinungsbildung

Zur bereits 12. Veranstaltung in der laufenden Legislaturperiode konnte Fritz Güntzler am 9. Februar 2017 im Hotel Freizeit In rund 200 Gäste begrüßen.

Mit einem hochkarätig besetzten Podium diskutierte Fritz Güntzler das höchst spannende Thema "Medien-4. Gewalt im Staat oder Motor zur Meinungsbildung". Nach einem Impuls des NDR-Intendanten Lutz Marmor standen zudem die Chefredakteurin der Bild Zeitung Tanit Koch, der Chefredakteur des Göttinger Tageblatts, Dr. Uwe Graells, und der Kommunikationswissenschaftler Dr. Winfried Scharf für eine interessante Beleuchtung des Themas zur Verfügung.


Die Medien in Deutschland als vierte Staatsgewalt zu deklarieren empfanden alle drei Medienvertreter als anmaßend. Sie seien Aufklärer, hätten einen Informationsauftrag, würden hinterleuchten, oftmals aus kritisch. Wichtig sei das Informationsfreiheitsgesetz. Dieses würde Medien erlauben, das Recht auf Information auch gerichtlich durchzusetzen. Fritz Güntzler fragte kritisch nach, ihm würden die Zeitungen oftmals monothematisch erscheinen. Wer bestimme denn die Themen? Auch hier waren sich die Vertreter der Medien einig: das sei einzig das Tagesgeschehen, oftmals die Politik selbst. Kommunikationswissenschaftler Scharf fand es wichtig, auch zu hinterfragen, wie man diejenigen erreichen könne, die nicht mediennah seien. Intendant Marmor entgegnete, man dürfe seiner Meinung nach nicht jeden Preis zahlen, um auch an diejenigen heran zu kommen, die sonst keine Medien konsumieren würden.


Tenor des Abends könnte sein: Nicht alle Gesellschaftsschichten werden von Medien erreicht, Medien müssen sich immer wieder auch selbst kritisch betrachten, wir müssen alle die Medienkompetenz der Gesellschaft befördern und Informationen sind die Grundbausteine der Demokratie. Ein spannender Abend, mit viel Diskussionsstoff, der wieder einmal viel zu schnell vorüberging.