Grünes Licht für Göttinger Fraunhofer-Forschung - Bund und Land stellen insgesamt über 50,5 Mio. für Forschungseinrichtung zur Verfügung

02.12.2019

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat grünes Licht für das Göttinger Fraunhofer-Institut gegeben und 32,8 Mio. Euro bereitgestellt. Zusammen mit den 17,7. Mio. Euro, die das Land Niedersachsen zugesagt, hat sind jetzt 50,5 Mio. Euro für die ersten 5 Jahre gesichert. Vorangegangen war eine Sitzung des Fraunhofer-Bund-Länder-Ausschusses auf der sich die Teilnehmer auf die Einrichtung des Göttinger Instituts geeinigt hatten. Das war eine wichtige formale Voraussetzung für den Start des Instituts.
„Das Fundament ist damit gelegt“, erklären die Göttinger Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU), auf deren Initiative das Verfahren ins Rollen gebracht wurde. Das auf die medizinische Forschung ausgerichtete neue Institut wird mit den Fraunhofereinrichtungen in Hamburg und Frankfurt am Main verbunden.
„Mit der Fraunhofer-Einrichtung erhält der Wissenschaftsstandort Göttingen eine Institution die darauf ausgerichtet ist Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in konkrete, medizinisch und wirtschaftlich nutzbare Anwendungen zu transformieren. Genau das hat Göttingen bisher gefehlt.“ erklärte Oppermann. Güntzler ergänzte: „Auch wenn jetzt der erste Schritt gemacht ist, werden wir uns auch weiterhin für die Förderung des Instituts und eine gute Ausstattung einsetzen.“ Die beiden Abgeordneten wollen im kommenden Jahr weitere 20. Mio. Euro für die ersten 5 Jahre von Bund und Land einwerben.
Die Fraunhofer Forschungseinrichtung, soll bis 2024 auf dem Gelände der Göttinger Universitätsmedizin entstehen. Für den Bau sind aus der bewilligten Summe 30 Millionen Euro vorgesehen.
Hier soll an der Entwicklung von Medikamenten gegen Nervenerkrankungen wie Multipler Sklerose oder Alzheimer geforscht werden. Damit erhält die Göttinger Universitätsmedizin im Bereich der Herz- und Neuroforschung einen weiteren Baustein für ihre exzellente Forschungslandschaft.
Schon im kommenden Jahr soll mit dem Aufbau des Instituts begonnen werden. Derzeit wird geprüft, ob die dafür benötigten Laborräume für die Zwischenzeit im Science Center bereitgestellt werden können.