Grundsicherung gefährdet Mitgliedschaft in Künstlersozialkasse nicht - Güntzler: Verunsicherung bei Künstlern und Kreativen nehmen

20.04.2020

„Die Beantragung von Grundsicherung aufgrund des Wegfalls des Einkommens in der Corona-Pandemie gefährdet nicht die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (KSK)“. Dies stellt der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) nach Anfrage bei der KSK klar.

In einer Pressemitteilung des Vereins KUNST e.V. wurde mitgeteilt: „Wer Grundsicherung beantragt, muss jedoch die Künstlersozialkasse verlassen und kann später Schwierigkeiten bekommen, wieder aufgenommen zu werden.“

Güntzler, der auch immer wieder Anfragen von Künstlerinnen und Künstlern hatte, hat sich daraufhin an die Künstlersozialkasse (KSK) gewendet und hatte um klärende Auskunft gebeten: „Laut KSK kann ein Antrag auf Grundsicherung gestellt werden, ohne dass der Versicherungsschutz entfällt. Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherung werden dann über die Grundsicherung gezahlt, die Rentenversicherungsbeiträge zahlt der Versicherte weiterhin an die KSK.“ 

Bei vielen Versicherten kam Verunsicherung auf, ob die Grundsicherung und die Künstlersozialkasse miteinander kompatibel seien. Diese Verunsicherung möchte Güntzler durch diese Klarstellung nehmen. Der Versicherte teilt der KSK seine Einkommensminderung mit und dass ein Antrag auf Grundsicherung gestellt wurde. Die Versicherung bleibt bestehen und lebt wieder auf, wenn keine Grundsicherung mehr in Anspruch genommen wird. „Sobald die KSK jedoch informiert wird, dass die Vorrangversicherung in Kranken- und Pflegeversicherung entfällt, kann die Versicherungs- und Beitragspflicht nach dem KSVG auch in diesen Zweigen ohne komplexe Prüfung wieder hergestellt werden. Nähert sich also das Ende des Leistungsbezugs, sollten die Versicherten die KSK zeitnah informieren, dass kein weiterer Grundsicherungsantrag gestellt wird oder die Leistung z.B. vorzeitig beendet und die Tätigkeit weiterhin ausgeübt wird“, so die KSK gegenüber Fritz Güntzler.

„Die Künstler und Kreativen sind von Corona-Krise besonders hart getroffen, Einnahmen gehen bis auf null zurück und eine Perspektive durch neue Aufträge gibt es momentan überhaupt nicht. Da ist es wenig hilfreich, wenn auch noch falsche Informationen zur weiteren Verunsicherung beitragen“, so Güntzler abschließend.

Umfassende Informationen erhalten die Versicherten bei der Künstlersozialkasse, Telefon 04421 9734051500, Telefax 04421 7543-5080 oder www.kuenstlersozialkasse.de.