Güntzler fordert unbürokratische Aufnahme von Moria-Flüchtlingen - Menschenunwürdige Unterbringung muss beendet werden

09.09.2020

„Als ich heute Morgen die Bilder vom verheerenden Brand aus dem griechischen Flüchtlingslager Moria gesehen habe, war ich zutiefst erschüttert. Einmal mehr wird deutlich, dass die Unterbringung der dort lebenden Flüchtlinge zutiefst menschenunwürdig ist“, so der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU), zum heute Nacht ausgebrochenen Brand im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos.

„Die Europäische Union ist nun aufgefordert das Lager zu evakuieren und schnell und unbürokratisch effektive Hilfe zu leisten. Meiner Meinung nach müssen nun endlich alle Länder der Europäischen Gemeinschaft diese Flüchtlinge aufnehmen. Leider haben wir immer noch keine wirkliche Handhabe gegen Länder, die sich gegen eine Aufnahme sträuben. Ich hoffe aber sehr, dass Ursula von der Leyen möglichst viele der 28 Staaten der Europäischen Union zu einer Aufnahme bewegen kann. Wir müssen nun endlich handeln. Debattiert und abgewogen wurde lange genug. Immer wieder ohne Ergebnis. Nun können und dürfen wir uns nicht mehr unserer humanitären Verantwortung für diese Menschen entziehen“, so der Abgeordnete weiter.

Deutschland müsse als eine der Führungskräfte der EU mit gutem Beispiel vorangehen und jetzt Moria-Flüchtlinge aufnehmen. Bundesinnenminister Horst Seehofer dürfe sich jetzt nicht mehr hinter bürokratischen Ausreden verstecken, sondern müsse einer Aufnahme zustimmen. Güntzler ist sich sicher, dass sich genug Städte und Kommunen finden würden, die Hilfe leisten. Auch der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler habe schon einmal signalisiert, dass die Stadt Flüchtlinge aufnehmen würde. „Dies sind die richtigen Zeichen“, so Güntzler.

„Es ist traurig, dass die Lage im Lager Moria erst so eskalieren musste, um etwas in Bewegung zu setzen. Es war nur eine Frage der Zeit, wann das Corona-Virus auch Flüchtlinge im Lager Moria infizieren würde. Die Menschen leben dort unter unwürdigsten Bedingungen. Wir können nur hoffen, dass es möglichst wenig Verletzte oder gar Tote bei dem Brand gegeben hat. Wir können und dürfen sie jetzt nicht dorthin zurückschicken. Wir müssen handeln – für die Menschen!“, sagte der Bundestagsabgeordnete abschließend.