Güntzler fordert zügige Genehmigung der UMG als eigenständiges Impfzentrum und schnelle Einbindung von Hausärzten in Impfkampagne Vertrauen und Kompetenz vor Ort sollten genutzt werden

05.02.2021

Nach seinem Besuch des Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), fordert dieser die Niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann auf, das Impfzentrum der UMG endlich als eigenständiges Impfzentrum zu genehmigen. Die Anträge der UMG und auch der MHH aus Hannover liegen nun schon seit langer Zeit im Ministerium. „Wieder einmal geschieht im Sozialministerium nichts“. Güntzler ist verwundert, warum bei diesem dringlichen Thema keine Priorisierung in Hannover läuft. „Ministerpräsident Weil muss jetzt endlich mal eingreifen“.

„Das Missmanagement von Sozialministerin Reimann in dieser Zeit ist unerträglich“, kritisiert der Bundestagsabgeordnete. Derzeit wird das Impfzentrum in der UMG nur als „Impfaußenstelle“ der Stadt Göttingen betrieben. Es gehe hier um die möglichst unbürokratischen Impfungen für die über 3.500 Mitarbeiter in der Prioritätsgruppe 1. Derzeit müssen alle Daten über die Impflinge mit der Stadt ausgetauscht und teils händisch in Datenbanken eingetragen werden. Dabei wäre eine Eigenversorgung der UMG, auch aufgrund hervorragender Lagerkapazitäten für den Impfstoff und die Möglichkeit der Versorgung eigener Patienten ein enormer Zugewinn. „Es spricht nichts gegen eine schnelle Genehmigung“, so Güntzler, der sich heute auch mit einem entsprechenden Brief an die Sozialministerin gewandt hat.

Der Abgeordnete drängt zudem darauf, eine Impfung bei den örtlichen Hausärzten früher als bislang geplant einzubeziehen. „Die Hausärzte vor Ort genießen großes Vertrauen ihrer Patientinnen und Patienten. Wir kommen aus der jetzigen Situation nur heraus und von den Infektionszahlen herunter, wenn wir die Impfzahlen steigern, wenn denn genügend Impfstoff vorhanden ist. Hier könnten gerade die örtlichen Hausärzte einen Großteil zu beitragen“, so der Abgeordnete. Dies bewiesen sie ja bei den jährlichen Grippeimpfungen. Allein in diesem Jahr wurden rund 20 Millionen Deutsche, davon 2 Millionen Niedersachsen, durch die Hausärzte geimpft. „Die Infrastruktur steht“, so Güntzler. 

Das Land Mecklenburg-Vorpommern macht es vor. Dort wird in einem Pilotprojekt im Kreis Nordwestmecklenburg bereits seit der dritten Kalenderwoche dieses Jahres in Hausarztpraxen geimpft. Selbst die Lagerung des empfindlichen Impfstoffes von BioNTec/Pfizer stellt nach Angaben der Hausärzte keine Herausforderung dar. „Die Nationale Impfstrategie aus dem November sieht eigentlich vor, erst ab dem zweiten Quartal mit den Impfungen auch bei den niedergelassenen Ärzten zu beginnen. Unser Nachbarbundesland zeigt, dass es schneller gehen kann. Niedersachsen muss sich hieran ein Beispiel nehmen“, so Güntzler abschließend.