Güntzler: Überlassung von Dienstfahrrädern und Jobtickets wird steuerfrei

09.11.2018

Die Überlassung von Dienstfahrrädern wird künftig steuerfrei möglich. Das hat der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages auf Initiative von CDU/CSU und SPD beschlossen. Dieser geldwerte Vorteil muss von nun durch den Arbeitnehmer nicht länger versteuert werden. „Wir wollen dadurch besonders auch den Umstieg auf umweltfreundliche Fahrräder und Elektrofahrräder fördern und erleichtern“, so der Göttinger Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler. Der CDU-Politiker ist der zuständige Berichterstatter seiner Fraktion für dieses Gesetz.  

Bundesweit rund 200.000 Angestellte nutzten 2017 laut Mitteldeutschem Rundfunk (MDR) ihr Dienstfahrrad für den Arbeitsweg. In Göttingen beträgt der Anteil der Fahrradnutzer am gesamten Alltagsverkehr 28 Prozent. Für einige Stadtteile, wie der Göttinger Nordstadt, wurden sogar deutlich höhere Anteile von bis zu 43 Prozent festgestellt. Mit dem eRadschnellweg wurde außerdem in Göttingen der erste Radschnellweg Deutschlands realisiert. „Von der Steuerbefreiung von dienstlich genutzten Fahrrädern profitieren wahrscheinlich viele Göttinger Radfahrer“, vermutet Güntzler.  

„Außerdem führen wir das steuerfreie Jobticket wieder ein. Damit werden Leistungen von Arbeitgebern für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für den Arbeitsweg steuerfrei. Pendler sollen so animiert werden, statt des eigenen Autos die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen“, so Güntzler.

„Weitere Impulse setzen wir auch für die stärkere Verbreitung von Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen. Konkret setzen wir hier bei der Dienstwagenbesteuerung an und halbieren für diese Fahrzeuge die Bemessungsgrundlage für die Besteuerung. Bei den Hybridfahrzeugen werden nur die Fahrzeuge steuerlich gefördert, die einen bestimmten Wert beim CO²-Ausstoß nicht übersteigen“, teilt der Finanzpolitiker mit.