ICE-Halt Göttingen – Streichung der Linie 22 zum 16. September - Güntzler drängt in Schreiben an Deutsche Bahn auf Erhalt

27.08.2019

In einem Schreiben an die Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG, Manuela Herbort, drängt der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) darauf, dass die DB ihre Entscheidung überdenkt, den ICE-Halt der Linie 22 in Göttingen ab 16. September zu streichen. Die Bahn gibt an, mit der Streichung, die Pünktlichkeit dieser Linie wieder stabilisieren zu wollen.

Güntzler ist anderer Ansicht. „Ich denke nicht, dass ein kurzer Halt von nur wenigen Minuten an einem wichtigen ICE-Bahnhof, die Pünktlichkeit der Züge signifikant erhöhen wird“, so der Abgeordnete. Der Bahnhof in Göttingen sei immens wichtig für die gesamte Region Südniedersachsen. „Unser Bahnhof ist ein Knotenpunkt für sehr viele Reisende. Diese kommen aus Thüringen, dem Harz, dem Solling und den Gebieten um Northeim und Alfeld. Neben diesen Zugnutzern ist der ICE-Halt in Göttingen wichtig für unsere Universitätsstadt, unsere Pendler in die und aus der Stadt, für Touristen und Geschäftsleute, die anders als in anderen großen Städten in Göttingen keinen Flughafen vorfinden“, argumentiert der Abgeordnete. Zugreisende müssten schon jetzt zu viele Einschränkungen hinnehmen. Güntzler macht zudem deutlich, dass die Befürchtung in Südniedersachsen bestehe, dass die Streichung des Halts zur Dauereinrichtung wird, auch wenn die Deutsche Bahn bislang von nur einer Streichung bis Mitte Dezember spricht.

„Wir müssen gemeinsam bei der Deutschen Bahn deutlich machen, dass wir eine Ausdünnung des ICE-Angebots in Göttingen nicht zustimmen, auch nicht vorübergehend“, so Güntzler, der sich mit seinem Schreiben ausdrücklich dem Protest des Oberbürgermeisters, des Landrates und des Fahrgastverbandes „Pro Bahn“ anschließt.