Insolvenzen im Sport verhindern: Haushaltsausschuss beschließt 200 Millionen Euro Hilfspaket - Göttinger Basketballvereine profitieren

01.07.2020

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat in seiner heutigen Sitzung am 1.Juli 2020 die Initiative für ein Hilfspaket für den Deutschen Spitzensport beschlossen. Im Nachtragshaushalt des Bundestages sollen Corona-Überbrückungshilfen für Profisportvereine und Verbände des Spitzensports in Höhe von 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Dies teilen die beiden Göttinger Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler (CDU) und Thomas Oppermann (SPD) mit, die sich beide im Hintergrund für diese Überbrückungshilfen engagiert haben.

Durch das voraussichtlich noch mehrere Monate andauernde Verbot größerer Veranstaltungen mit Zuschauern, fällt für professionelle und semi-professionelle Sportvereine deren Geschäftsgrundlage vollständig weg. Aufgrund der damit einhergehenden Einnahmeverluste bei den Eintrittsgeldern geraten sie coronabedingt in eine große Notsituation. „Der Hilfsfonds soll drohende Insolvenzen abwenden“, so die beiden Abgeordneten.

Zum Adressatenkreis gehören unter anderem auch die beiden Göttinger Basketballvereine BG 74 Göttingen und die Flippo Baskets 74. Die Höhe der nicht rückzahlbaren Zuschüsse orientiert sich an den Ticketeinnahmen der Vereine in der vergangenen Saison von April bis Dezember 2019. Die Höhe wird auf höchstens 80 Prozent dieser Einnahmen und aufgrund Europarechts auf maximal 800.000 Euro beschränkt.

„Unsere Göttinger Veilchen können auf einen hohen sechsstelligen Betrag zur Unterstützung hoffen. Dies ist immens wichtig für das Lizensierungsverfahren für die kommende Saison“, erläutern die beiden BG-Fans Güntzler und Oppermann. „Unsere über Jahre und Jahrzehnte gewachsene Sport- und Vereinskultur muss gerettet und das drohende Aussterben unbedingt verhindert werden. Die Profisportvereine sind insbesondere auch im Bereich Integration ein Vorbild für den Breitensport. Das Hilfspaket wird eine große Unterstützung sein, mit dem möglichst viele Vereine gerettet werden können“, so die beiden Abgeordneten abschließend.