Keine Förderung als Privattheater für Junges Theater Göttingen - Güntzler: Förderung soll Theatern helfen, die keine Unterstützung haben

19.11.2020

Das Junge Theater Göttingen erhält keine Förderung aus dem Bundesprogramm „Neustart Kultur – Privattheater“. Dies wird vom JT scharf kritisiert.

Hierzu äußert sich der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU): „Das Junge Theater erhält keine Förderung aus dem Bundesprogramm „Neustart Kultur – Privattheater“, da es eben nicht als Privattheater eingeordnet werden kann. Zu diesen zählt das Programm Theater, die in der Regel keine oder zumindest nicht überwiegend öffentliche Förderungen erhalten. Das Junge Theater jedoch lebt erheblich von öffentlichen Zuschüssen. Und das ist auch gut so. Ich habe mich dafür aber immer stark gemacht, gerade als nach den letzten Insolvenzen des JT. Die Nichtberücksichtigung liegt also in der Einordnung des JT. Sinn der Förderung von Privattheatern ist, Theater zu unterstützen, die eben die Unterstützung der öffentlichen Hand bisher nicht haben. Ich wünschte mir hier, mehr Solidarität des JT mit diesen Einrichtungen. Man bedenke, dass das JT sogar derzeit einen Defizitausgleich durch die Stadt Göttingen erhält.“

„NEUSTART Kultur – Privattheater“ sieht die Förderung ganz verschiedener Bereiche von Kultur und Medien vor. Im Fokus stehen dabei vor allem Kultureinrichtungen, die überwiegend privat finanziert werden. Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihre Häuser erneut zu öffnen und Programme wieder aufzunehmen, um Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen eine Erwerbs- und Zukunftsperspektive zu bieten.

Das Förderprogramm, das Kulturstaatsministerin Monika Grütters gemeinsam mit dem Deutschen Bühnenverein kon-zipiert hat, soll den Privattheatern im krisenbedingten Spielbetrieb helfen. Denn die mehr als 200 Spielstätten, die künstlerisch selbst produzieren, müssen wegen der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln erhebliche Einnahmeaus-fälle hinnehmen. Bis zu 30 Millionen Euro stellt der Bund in der Corona-Pandemie für Privattheater zur Verfügung. Gefördert werden bis zu 80 Prozent der Ausgaben für das künstlerische Personal in der Spielzeit 2020/2021. Der Zuschuss kann dabei maximal 140.000 Euro betragen. (http://www.buehnenverein.de/de/netzwerke-und-projekte/neustart-kultur.html)