Unbürokratische Hilfe für Künstlerinnen und Künstler - Güntzler schreibt an Ministerpräsident Weil

08.04.2020

In einem Schreiben hat der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) gebeten, die Einführung eines unbürokratischen Soforthilfezuschusses für die Künstlerinnen und Künstler in Niedersachsen zu prüfen.

Diese haben im niedersächsischen Fördergeflecht einen Sonderstatus und fallen neuerdings durch das Zuschussraster. „Kreative, Soloselbständige und Künstler, die keine laufenden Ausgaben haben, erhalten in Niedersachsen keine finanzielle Unterstützung mehr durch das Land. Hier wurde eine Änderung der Landesförderung vorgenommen und so fällt diese Personengruppe nunmehr heraus“, erläutert Güntzler. Zahlreiche Betroffene hätten ihn auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Diesem Personenkreis bliebe nur die Alternative der Grundsicherung für Selbständige, die man beim Arbeitsamt beantragen könne. Diese sei aber, auch nach beschlossenen Erleichterungen, wie dem Wegfall der Vermögensprüfung, immer noch sehr bürokratisch und viele scheuten sich auch vor diesem Schritt.

„Andere Bundesländer haben das Problem rasch und unbürokratisch gelöst“, so der Abgeordnete. So könne man in NRW oder auch in Hamburg einen einmaligen Zuschuss beantragen. Dieser variiere zwischen 2.000 und 2.500 Euro. „Als Nachweis muss man nur seine Versicherung der Künstlersozialkasse und das ausgefallene Honorar darlegen“, weiß Güntzler. Und weitere Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg planten ähnliches.

„Künstlerinnen und Künstler machen eine schwere Zeit durch, aber auch diese brauchen eine Perspektive. Umgekehrt braucht unser Land Niedersachsen seine Künstlerinnen und Künstler. Um weiterhin so vielfältig, bunt und lebenswert zu sein, wie wir bislang waren. Ein Zuschuss wäre daher ein tolles Signal“, so Güntzler abschließend.