Betriebsrenten stärken

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Karl Schiewerling über das Betriebsrentenstärkungsgesetz

Das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz hat zwei Vorteile: Es lässt einerseits mehr Menschen an der betrieblichen Altersversorgung teilhaben und schafft andererseits Rechtssicherheit für Unternehmen. Der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karl Schiewerling, erläuterte das neue Gesetz, das in dieser Woche im Bundestag debattiert wird.

Die betriebliche Altersversorgung ist eine wichtige Ergänzung der gesetzlichen Rente. Derzeit profitieren aber nur wenige Arbeitnehmer davon. So steht in Betrieben mit weniger als 500 Mitarbeitern noch nicht einmal jedem zweiten Geringverdiener eine Betriebsrente in Aussicht. „Das Betriebsrentenstärkungsgesetz leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und der Verbreiterung der betrieblichen Altersvorsorge“, so Karl Schiewerling.

Geringverdiener profitieren

Ein Kernziel der Gesetzesnovelle ist deswegen die Verbreiterung der betrieblichen Altersversorgung, so Karl Schiewerling. Mehr Menschen sollen daran teilhaben können, insbesondere Geringverdiener werden besonders gefördert. Hier erhält der Arbeitgeber neue Zuschüsse, wenn er die Betriebsrente der Mitarbeiter freiwillig unterstützt.

Zusatzrenten teils anrechnungsfrei

Verbesserungen gibt es auch im Bereich der freiwilligen Zusatzrenten, wie bspw. Riesterrenten. Auf die Grundsicherung im Alter sollen künftig bis zu 200 Euro anrechnungsfrei bleiben. Schiewerling betonte, dass Menschen, die für ihre Vorsorge alles getan haben was sie können und dennoch im Alter auf staatliche Hilfe angewiesen sind für ihre Ansparungen belohnt werden müssen. Bei dem neuen Sozialpartnermodell wird auf Garantien verzichtet. Das spiegelt die Auffassung der mittlerweile meisten Experten wider, die in dem neuen Konzept die Chance auf eine höher verbreitete, effiziente und nicht zuletzt auch sicher gestaltbare Betriebsrente sehen. Mit dem Sozialpartnermodell werden die bestehenden und gut funktionierenden Betriebsrentensysteme nicht zwanghaft verändert. „Dort, wo bisher Garantien möglich waren, werden sie aber nicht verdrängt. Das neue Gesetz berücksichtigt diese bestehenden Verträge“, stellt Karl Schiewerling klar.